Zollenspieker und Elbfähre


Zollenspieker Fährhaus

Zollenspieker Hauptdeich 143
21037 Hamburg-Kirchwerder

 

Karte


Das Zollenspieker Fährhaus an Hamburgs südlichstem Punkt ist seit vielen Jahrzehnten ein beliebtes Ausflugsziel.
Hier am Übergang der alten Handels- und Heerstraßen über den Grenzfluss Elbe ist seit 1252 eine Fähr- und Zollstätte bekannt. Ursprünglich mit Eßlingen benannt, heißt sie ab 1461 Zollenspieker.

Von 1420 bis 1868 war sie im Besitz der alten Hansestädte Hamburg und Lübeck. Die Anlage wurde 1621 als Zoll- und Fährhaus neu erbaut, nachdem das vorige bei einem Überfall der Vierlande durch Lüneburger Truppen 1620 zerstört worden war; aber bis 1806 als Elb-Zollstelle noch in Betrieb.

hist. ZollenspiekerZollenspieker

Der Backsteinbau mit Fachwerk im Obergeschoss wurde im 19. Jh. weitgehend verändert.
Von 1995-1997 umfassende Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten am und im Gebäude, nebst modernem Anbau. Seitdem befindet sich Fährhaus eine neue Restauration, die auch die Außenanlagen - mit einem Blick auf den Elb-Schifffahrtsverkehr - unter den alten Kastanien bewirtschaftet.

 

Elbfähre von Zollenspieker nach Hoopte

 

Hier im Osten des Stadtstaats liegt Hamburgs einzige erhalten gebliebene Elbfähre. Sie stellt seit Jahrhunderten die Verbindung zwischen den Vierlanden und Niedersachsen her. So findet man das Zollhaus und die Fähre schon auf Melchior Lorichs Elbkarte von 1568 und auf der unten stehenden Karte von Daniel Frese (1600, Ausschnitt).

Melchior Lorichs Elbkarte von 1568

So gelangt man seit Jahrhunderten mit Hilfe der Zollenspieker-Hoopter-Fähre schnell und ohne große Umwege von Bergedorf nach Winsen - und weiter ins niedersächsische Gebiet. Auch heute verkürzt sie den Weg; man muss nicht über die Geesthachter Schleuse und das Elbstauwehr fahren!

ACHTUNG: In den Wintermonaten (Dez., Jan., Febr.) wird der privat betriebene Fährbetrieb kurz eingestellt;

weitere Informationen und den Fahrplan unter: www.faehre-zollenspieker.de

Luftbild Zollenspieker-Hoopter-Fähre